Assessment
Veränderte gesundheitliche oder berufliche Rahmenbedingungen können eine berufliche Neuorientierung notwendig machen. Um in dieser Situation eine tragfähige Perspektive zu entwickeln, ist eine fundierte Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten entscheidend.
Im Rahmen eines Assessments werden individuelle Stärken, Interessen und gesundheitliche Voraussetzungen systematisch erfasst. Das daraus entstehende Kompetenzprofil bildet die Grundlage für realistische berufliche Zielsetzungen und unterstützt die Planung des weiteren beruflichen Rehabilitationsweges.
Das Angebot ist vielfältig!
Assessment (2 Wochen)
Zielgruppe:
Wer sich beruflich neu orientieren muss und noch keine klare Vorstellung vom weiteren Weg hat, findet in einer 2-wöchigen Arbeitserprobung eine wertvolle Unterstützung. Die Maßnahme richtet sich an Personen, die sich aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen neu orientieren müssen und zum Zeitpunkt der Teilnahme noch keine konkrete Vorstellung über ihren weiteren beruflichen Weg haben. Die zweiwöchige Arbeitserprobung unterstützt sie dabei, eine tragfähige berufliche Perspektive zu entwickeln.
Beschreibung:
Das 14‑tägige Assessment dient der fundierten beruflichen Orientierung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation. Ziel der Maßnahme ist es, eine realistische und nachhaltige berufliche Perspektive zu erarbeiten, die sowohl die individuellen Fähigkeiten und Interessen als auch die gesundheitlichen Voraussetzungen berücksichtigt. In die Betrachtung fließen zudem der bisherige berufliche Werdegang sowie vorhandene Qualifikationen ein.
Im Verlauf des Assessments werden fachpraktische Testungen durchgeführt. Diese ermöglichen eine differenzierte Beobachtung der Arbeitsweise, der Belastbarkeit, des Lernverhaltens sowie grundlegender beruflicher Kompetenzen. Ergänzend kommen diagnostische Verfahren zum Einsatz, mit denen unter anderem kognitive Fähigkeiten, logisches Denkvermögen sowie sprachliche und mathematische Grundlagen erfasst werden.
Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme ist die medizinische und psychologische Einschätzung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Dabei wird geprüft, in welchem Umfang gesundheitliche Aspekte bei der zukünftigen beruflichen Planung zu berücksichtigen sind.
Am Ende des Assessments erfolgt eine zusammenfassende Auswertung mit einer begründeten Empfehlung. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für den weiteren beruflichen Rehabilitationsweg und kann Hinweise auf eine Umschulung, eine Qualifizierungsmaßnahme oder alternative berufliche Perspektiven enthalten.
Kurz-Assessment (bis 4 Tage)
Zielgruppe:
Die Maßnahme eignet sich insbesondere für Personen, bei denen keine umfassende berufliche Orientierung notwendig ist, sondern schon ein konkretes berufliches Ziel besteht. Im Vordergrund steht die gezielte Überprüfung der beruflichen Eignung zu der getroffenen beruflichen Entscheidung im Vordergrund.
Beschreibung:
Das Kurz‑Assessment ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme von bis zu vier Tagen zur gezielten Überprüfung der beruflichen Eignung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation. Ziel ist es, die bereits getroffene berufliche Entscheidung anhand ausgewählter diagnostischer und fachpraktischer Elemente abzusichern. Die Inhalte des Kurz‑Assessments werden individuell und bedarfsorientiert zusammengestellt. Je nach Fragestellung können psychologische Eignungsuntersuchungen, Testungen der Sprachkompetenz sowie die Abklärung der fachpraktischen Eignung für ein konkretes Berufsfeld durchgeführt werden. Dabei stehen insbesondere die Anforderungen des angestrebten Tätigkeitsbereichs sowie die individuelle Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Fokus.
Am Ende des Kurz‑Assessments erfolgt eine zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für den weiteren beruflichen Rehabilitationsprozess und kann Hinweise zur Umsetzung des angestrebten Berufsziels oder zu ergänzenden Maßnahmen enthalten.
Erweitertes Assessment (6 Wochen)
Zielgruppe:
Die Maßnahme richtet sich an Personen, die neben der beruflichen Orientierung einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben. Dies betrifft insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen oder komplexen persönlichen Ausgangslagen, bei denen eine intensivere, ganzheitliche Begleitung erforderlich ist, um eine realistische berufliche Perspektive zu entwickeln.
Beschreibung:
Das erweiterte Assessment ist eine sechs Wochen umfassende Maßnahme zur vertieften beruflichen Orientierung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und persönlichen Situation eine tragfähige und nachhaltige berufliche Perspektive zu erarbeiten. Dabei werden sowohl berufliche Interessen und Fähigkeiten als auch gesundheitliche, psychosoziale und biografische Aspekte umfassend einbezogen.
Im Verlauf der Maßnahme finden differenzierte fachpraktische Erprobungen statt, die eine vertiefte Beobachtung der Arbeitsweise, des Arbeitsverhaltens, der Belastungsfähigkeit sowie des Lern- und Anpassungsvermögens ermöglichen. Die längere Maßnahmedauer bietet Raum für Stabilisierung, schrittweise Heranführung an Anforderungen sowie die Erprobung unterschiedlicher Tätigkeitsfelder im Rahmen von Praxisprojekten.
Ergänzend kommen arbeitspsychologische und diagnostische Verfahren zum Einsatz, die unter anderem kognitive Fähigkeiten, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, strukturiertes Arbeiten sowie grundlegende sprachliche und mathematische Kompetenzen erfassen. Die Ergebnisse werden fortlaufend in den Gesamtprozess integriert.
Ein wesentlicher Bestandteil des erweiterten Assessments ist die medizinische und psychologische Begleitung. Diese dient der Einschätzung der aktuellen beruflichen Leistungsfähigkeit, der Belastungsgrenzen sowie der Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei wird geprüft, in welchem Umfang gesundheitliche und psychosoziale Aspekte bei der weiteren beruflichen Planung zu berücksichtigen sind.
Während der gesamten Maßnahme erfolgen Gespräche zur Reflexion des bisherigen Verlaufs, zur Stabilisierung und zur gemeinsamen Klärung realistischer beruflicher Optionen.
Am Ende des erweiterten Assessments steht eine umfassende Auswertung mit einer differenzierten Empfehlung. Diese bildet die Grundlage für die weitere berufliche Rehabilitation und kann Hinweise auf geeignete Qualifizierungsmaßnahmen, Umschulungen, vorbereitende Maßnahmen oder alternative berufliche Perspektiven enthalten.
Psychologische Eignungsuntersuchung (1-2 Tage)
Zielgruppe:
Die Maßnahme richtet sich an Personen, bei denen eine gezielte psychologische Abklärung zur Einschätzung der beruflichen Eignung erforderlich ist. Dies betrifft insbesondere Menschen mit einer konkreten beruflichen Zielrichtung oder klaren Fragestellung, bei denen jedoch psychische Leistungsfaktoren, kognitive Voraussetzungen oder persönliche Belastungsaspekte im Hinblick auf die weitere berufliche Planung überprüft werden sollen.
Beschreibung:
Die Psychologische Eignungsuntersuchung ist eine in der Regel eintägige Maßnahme zur differenzierten psychologischen Abklärung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation. Ziel ist es, eine fundierte Einschätzung der psychischen Leistungsfähigkeit und beruflichen Eignung im Hinblick auf konkrete berufliche Anforderungen oder geplante Qualifizierungsmaßnahmen zu ermöglichen. Im Verlauf der PSEU kommen standardisierte psychologische Testverfahren zum Einsatz. Dabei werden unter anderem kognitive Fähigkeiten, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, logisches Denkvermögen sowie die psychische Belastbarkeit erfasst. Die Maßnahme endet in der Regel am Ende des ersten Tages mit einem Abschlussgespräch, in dem die Ergebnisse zusammengefasst und eingeordnet werden.
Am Ende der Maßnahme erfolgt eine zusammenfassende Auswertung mit einer fachlich begründeten Einschätzung. Diese dient als Entscheidungsgrundlage für den weiteren beruflichen Rehabilitationsprozess und kann Empfehlungen zur weiteren beruflichen Planung, zu ergänzenden Maßnahmen oder zur Anpassung der Zielrichtung enthalten.
Besonderheit:
Sofern im Einzelfall zusätzlich auch eine medizinische Diagnostik erforderlich ist, kann die Psychologische Eignungsuntersuchung auf zwei Tage erweitert werden. Dies erfolgt ausschließlich nach Bedarf und auf Wunsch des zuständigen Leistungsträgers.